Statement vom 22.10.2020

Chris Kühn zur Inkohärenz von Bauquoten und günstigem Wohnraum

Zur Studie des Branchenportals „Immowelt.de“, erklärt Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

„Bauen, bauen, bauen alleine schafft keinen günstigen Wohnraum. Das Mantra weiter Teile der Bau- und Immobilienwirtschaft, im Bundestag stets gebetsmühlenartig wiederholt von Union und FDP, erweist sich so endgültig als realitätsferne Mär. Bloße Bautätigkeit alleine geht völlig an den eigentlichen Bedarfen der Menschen in den Städten vorbei. Eigentumswohnungen zum Zweck der Kapitalanlage lösen die Wohnungskrise im Land nicht. Die soziale Schere beim Wohnen spreizt sich ohne zielgenauen sozialen Wohnungsbau nur noch weiter.

Die Zahlen zeigen, dass es höchste Zeit ist, endlich wieder mehr bezahlbare, gemeinnützige und sozial gebundene Wohnungen zu schaffen. Die Bundesregierung muss endlich den Niedergang beim sozialen Wohnungsbau stoppen. Der Verlust von über 80.000 Sozialwohnungen allein in dieser Legislaturperiode geht auf ihr Konto und ist eine sozialpolitische Katastrophe. Wir Grüne im Bundestag wollen durch ein Investitionsprogramm ‚Neue Wohnungsgemeinnützigkeit‘ die Negativspirale beim sozialen Wohnungsbau stoppen.“

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