Statement vom 11.12.2019

Claudia Müller zum Frauenanteil in Aufsichtsräten

Zur aktuellen Fidar-Studie zum Frauenanteil in Aufsichtsräten erklärt Claudia Müller, Mittelstandsbeauftragte: 

„Auch wenn es beim Frauenanteil in Kleinstschritten vorangeht, ist die deutsche Wirtschaft immer noch weit davon entfernt, Frauen einen gleichwertigen und anteiligen Platz zu bieten. Allein der Fakt, dass in Deutschland ziemlich gleich viele Frauen wie Männer im berufsfähigen Alter sind, zeigt wie unterambitioniert die von der Groko beschlossene 30-Prozent-Quote ist. Weder die Quote der  Bundesregierung noch die aktuelle Zahl weiblich besetzter Führungsposten spiegelt die Lebensrealitäten wider. So bleibt das nachweislich positive Potenzial, das Frauen in Unternehmen einbringen können, brach liegen.

Die insgesamt ernüchternde Situation liegt jedoch auch daran, dass die Bundesregierung weit zu wenig tut, um die Grundlagen dafür zu schaffen. Wenn wir den Anteil an Frauen in Führungspositionen verbessern wollen, brauchen wir eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familien, denn noch immer sind viele Frauen mit dem größten Teil der Familienarbeit betraut. Das bedeutet mehr Investitionen in Kinderbetreuung, flexibel Arbeitszeitmodelle und gute Infrastruktur. Außerdem ist eine Öffnung in bisher männerorientierten Berufen für Frauen notwendig."

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