Statement vom 28.11.2019

Bettina Hoffmann zu gefährlichen Chemikalien in Spielzeug

Zur heute veröffentlichten Studie des Europäischen Umweltbüros (EEB) zu gefährlichen Chemikalien in Spielzeug erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik

„Schädliche Chemikalien haben in Spielzeug nichts zu suchen. Doch allein in diesem Jahr wurden bereits 248 Spielzeugmodelle vom Markt genommen, die Hälfte davon, weil sie zu hohe Chemikalienwerte aufwiesen. Der Großteil dieser Spielzeuge wurde importiert. Die entdeckten giftigen Spielzeuge sind deshalb vermutlich nur die Spitze des Eisbergs, denn nur wenige Importprodukte werden überhaupt getestet.

Eltern und Kinder sollten sich darauf verlassen können, dass ihre Weihnachtsgeschenke unbedenklich sind. Die Bundesregierung muss sich deshalb in Brüssel energisch dafür einsetzen, die riesigen Löcher im EU-Chemikalienrecht zu schließen. Unter anderem muss dafür gesorgt werden, dass für Importe die gleichen Sicherheitsstandards gelten wie für Produkte, die in der EU hergestellt werden. Zudem müssen mehr Ressourcen für Analysen bereitgestellt werden.

Auch Handelsunternehmen und Plattformen wie Amazon und E-Bay sollten sich ihrer Verantwortung stellen. Sie sollten sicherstellen, dass sie keine Spielzeuge vertreiben, die giftige Chemikalien enthalten.

Aus Studien wissen wir, dass insbesondere Kinder teils besorgniserregenden Mengen an Abbauprodukten von Plastikinhaltsstoffen im Körper haben. Schon die Körper unserer Kinder werden so zum Plastik-Müllplatz. Diese chemische Verschmutzung kann krank machen und Fruchtbarkeits- und Entwicklungsstörungen begünstigen.“


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