Statement vom 31.03.2020

Dr. Kirsten Kappert-Gonther und Kai Gehring zur Änderung der Approbationsordnung

Zur Änderung der Approbationsordnung erklären Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Gesundheitsförderung, und Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule:

„Es ist gut, auf ungewöhnliche und herausfordernde Krisen wie die Corona-Pandemie flexibel zu antworten. Wir danken allen Medizinstudierenden, die jetzt - jenseits des regulären Studienablaufs - in der Versorgung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten mitwirken und somit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser Krise leisten. Allerdings bleiben nach der Verordnung von Gesundheitsminister Spahn Fragen offen, auf die Medizinstudierende schon jetzt eine Antwort verdienen: Für ihren Einsatz brauchen sie eine faire Bezahlung im vorgezogenen Praktischen Jahr. Geradezu ein Unding wäre es, wenn Quarantäne-Maßnahmen im Falle einer Ansteckung mit dem Corona-Virus als Fehlzeiten gewertet würden. Der freiwillige Einsatz muss belohnt und nicht womöglich bestraft werden. Darüber hinaus muss in allen Ländern sichergestellt sein, dass es sich um freiwilliges Engagement handelt. Im vorgezogenen Praktischen Jahr müssen den Studierenden alle relevanten Ausbildungsinhalte vermittelt werden. Sofern das Staatsexamen im nächsten Jahr nachgeholt werden sollte, muss den Examensanwärterinnen und -anwärtern nach dem vorgezogenen Praktischen Jahr ausreichend Zeit zur Vorbereitung für eine anschließende Prüfung gegeben werden. In dieser Lernzeit darf es zu keinem Nachholen von Covid-19-assoziierten Fehlzeiten kommen.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Kai Gehring MdB
Kai Gehring
Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule