Statement vom 08.08.2019

Oliver Krischer und Lisa Badum zum heute veröffentlichten IPCC-Bericht

Zum heute veröffentlichten IPCC-Bericht erklären Oliver Krischer, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, und Lisa Badum, Sprecherin für Klimapolitik:

Oliver Krischer, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender:

„Der neue IPCC-Bericht muss ein Weckruf sein. Wir stehen vor riesigen klimapolitischen Herausforderungen. Umso frappierender ist es, dass die Art und Weise, wie wir unser Land nutzen, die Klimakrise noch verschärft. Die Land- und Waldwirtschaft sägt an dem Ast, auf dem sie selber sitzt. Dabei gibt es Möglichkeiten, Land- und Waldwirtschaft klimafreundlich zu gestalten. Die Bundesregierung muss endlich konkrete Maßnahmen auf den Tisch legen, wie sie den Klimaschutz in Deutschland umsetzen will. Lippenbekenntnisse alleine reichen nicht aus. Sie muss Wälder umbauen hin zu mehr naturnahen Laubmischwäldern, Moorböden schützen und die Überdüngung im Boden deutlich reduzieren. Außerdem muss sie Schluss machen mit den Milliarden-Subventionen für die Naturzerstörung. Und wir brauchen eine andere, nachhaltige Agrarpolitik, inklusive einer Tierhaltung, die auf Klasse statt Masse setzt."

Lisa Badum, Sprecherin für Klimapolitik:

„Wie wir in Deutschland und Europa wirtschaften, handeln und produzieren hat Auswirkungen auf die Lebensumstände auf der ganzen Welt. Wenn Industrienationen die Lebensgrundlage des globalen Südens aufs Spiel setzen, verstärkt das die weltweite Klimaungerechtigkeit. Die IPCC-Warnungen dürfen uns nicht kalt lassen. Das wäre ein katastrophales Versagen der Weltgemeinschaft. Dabei ist auch die Bundesregierung in der Verantwortung. Es braucht endlich ein verbindliches Klimaschutz-Maßnahmenpaket, das zügig umgesetzt wird. Neben einer anderen Agrarpolitik braucht es den raschen Kohleausstieg, eine Verkehrswende und ein Klimaschutzgesetz, das Ziele für die einzelnen Sektoren klar definiert. Das Klimakabinett muss spätestens am 20.9. ein solches umfassendes Paket auf den Tisch legen, um sich auf dem Klimasondergipfel in New York eine Woche später nicht zu blamieren."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher