Statement vom 05.09.2019

Erhard Grundl: Clubs als Kulturorte

Zum Vorstoß des Berliner Abgeordnetenhauses, die Clubs der Stadt künftig als Kultureinrichtungen einzustufen, erklärt Erhard Grundl, Sprecher für Kulturpolitik:

"Clubs sind kulturelle Orte. Sie werden aber nach dem Gesetz noch immer, wie Spielcasinos und Bordelle, als "Vergnügungsstätten" eingestuft. Das ist falsch. Richtig ist, dass Clubs wichtige Kultureinrichtungen sind. Egal, ob in der Stadt oder auf dem Land: Es ist nicht einleuchtend, warum die Staatsoper Berlin ein kultureller Ort ist, das Berghain aber nicht. Der Ball liegt jetzt im Feld der Bundesregierung.

Meine Kollegin Daniela Wagner, Sprecherin für Stadtentwicklung, und ich unterstützen die Initiative des Landes Berlin, Clubs aufzuwerten. Daher fordern wir die Bundesregierung auf, endlich aktiv zu werden. Aus Gesprächen, die wir mit Expertinnen und Experten zu dem Thema geführt haben, ging hervor, dass Clubs durch die Einstufung als kulturelle Orte besser vor der Verdrängung geschützt werden könnten. Das gilt nicht nur für die Großstadt Berlin – das gilt für ganz Deutschland. Clubs sind Orte der Jugend-, Sub- und Gegenkulturen und sie sind unverzichtbare Elemente in einer vielfältigen Gesellschaft und in einem freien Land.

Der Gesetzgeber hat hier die Verpflichtung, jede Anstrengung zu unternehmen, um diese Orte nicht leichtfertig preiszugeben. Und das muss die Bundesregierung auch endlich verstehen.“

 

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