Statement vom 01.10.2019

Kirsten Kappert-Gonther zum Tabakwerbeverbot

Zu den Planungen der Koalition für ein Tabakwerbeverbot sagt Kirsten Kappert-Gonther, drogenpolitische Sprecherin:

"Endlich tut sich was für die Tabakprävention. Die Koalition nähert sich mit Trippelschritten einem Tabakwerbeverbot, dabei wäre jetzt ein Sprint notwendig. Seit sich die Kanzlerin bereits vor der parlamentarischen Sommerpause für ein Ende der Tabakwerbung ausgesprochen hat, ist viel zu wenig passiert. Einige wackere Abgeordnete von SPD und CDU, die den Gesundheitsschutz im Blick haben, müssen in den eigenen Reihen dicke Bretter bohren. Es ist ein Armutszeugnis, dass Deutschland das letzte Land in der EU ist, in dem noch großflächig für Zigaretten und andere Tabakprodukte geworben werben darf. Für uns Grüne steht fest, dass auch Tabakerhitzer und E-Zigaretten nichts an den Litfasssäulen zu suchen haben. E-Zigaretten können eine weniger schädliche Alternative für starke Raucherinnen und Raucher sein, aber die Werbung braucht kein Mensch. E-Zigaretten mit Nikotin machen abhängig und die Langzeitfolgen der Inhalation der Liquids muss unabhängig erforscht werden. Die Werbung spricht auch Kinder und Jugendliche an. Die beste Prävention ist, gar nicht erst mit dem Konsum von Tabak und Nikotin anzufangen."

 

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