Statement vom 08.10.2019

Katrin Göring-Eckardt zum Bildungs- und Teilhabepaket/Kinder aus Hartz-IV-Familien

Zur Erhebung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, wonach weniger als 15 Prozent der Kinder aus Hartz-IV-Familien vom Bildungs- und Teilhabepaket profitieren, erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

„Die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket kommen nur bei den wenigsten Kindern in Hartz IV an, weil die Antragsverfahren kompliziert sind und viele Familien den Überblick darüber verloren haben, welche Zuschüsse ihnen zustehen. Mit dem Bildungs- und Teilhabepaket nimmt die Bundesregierung Kinderarmut billigend in Kauf. Wir Grüne haben konkrete Vorschläge für eine Kindergrundsicherung, die allen Kindern Unterstützung und Teilhabe garantiert. Die Kindergrundsicherung wird automatisch für jedes Kind ausbezahlt, ohne dass Eltern bürokratische Hürden überwinden müssen. Denn in unserer Kindergrundsicherung gehen Mehr- und Einmalbedarfe sowie Leistungen aus dem bisherigen Bildungs- und Teilhabepaket auf und werden unbürokratisch gewährt. Dabei fällt der GarantiePlus-Betrag umso höher aus, je niedriger das Einkommen der Familie ist. Unsere Kindergrundsicherung stellt sicher, dass alle Kinder gute Startchancen ins Leben haben.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher