Statement vom 10.12.2019

Kirsten Kappert-Gonther zum Beschluss der Unions-Fraktion über ein Tabakwerbeverbot

Zum Beschluss der Unions-Fraktion über ein Tabakwerbeverbot erklärt Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Drogenpolitik:

„Wir haben die Koalition mit einer Initiative zum Tabakwerbeverbot aus der Opposition heraus angetrieben. Im Sommer hat die Koalition noch unser Gesetz für ein Tabakwerbeverbot abgelehnt. Gut, dass die Koalition jetzt einen eigenen Vorschlag auf den Tisch legt. Besser spät als nie. Es ist peinlich, dass Deutschland das letzte Land in der EU ist, in dem noch großflächig für Zigaretten geworben werden darf. Neben den Zigaretten müssen auch die E-Zigaretten und Tabakerhitzer von den Litfasssäulen verschwinden. Sonst spielt die Koalition nur der Werbestrategie der Konzerne in die Karten. E-Zigaretten können eine weniger schädliche Alternative für starke Raucherinnen und Raucher sein, aber die Werbung braucht kein Mensch. Die Tabaklobby hat in der Vergangenheit starken Druck ausgeübt. Die Werbung spricht auch Kinder und Jugendliche an. Damit muss sofort Schluss sein. Eine Übergangsfrist bis 2023 für E-Zigaretten ist deutlich zu lang. Gesundheitsschutz muss Vorrang vor Lobbyinteressen haben.“  

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher