Statement vom 01.10.2019

Anja Hajduk zur Entscheidung des Bundes, finanzielle Beteiligungen an Atomkraftwerken abzustoßen

Zur Entscheidung des Bundes, finanzielle Beteiligungen an Atomkraftwerken abzustoßen erklärt Anja Hajduk, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

„Auch wenn dieser Schritt spät kommt, ist es zumindest ein Schritt in die Richtung. Der Bund darf jetzt aber nicht bei Atomenergie halt machen. Auch Aktien und Anleihen von Unternehmen, deren Geschäft auf fossilen Energien beruht, müssen abgestoßen werden, denn sie stellen jetzt und in der nahen Zukunft erhebliche finanzielle Risiken dar. Bei den bisherigen Fonds darf es nicht bleiben. Wenn die Bundesregierung die ihr anvertrauten Gelder verantwortlich anlegen will, muss sie sich jetzt dafür einsetzen, dass auch die Versorgungsrücklage von Bund und Ländern nachhaltig investiert wird und Beteiligungen an Unternehmen ausgeschlossen werden, die mit Klimazerstörung und der Missachtung von sozialen Rechten Profite machen. 

In der Finanzmarktpolitik brauchen wir insgesamt eine konsequente Reform für mehr Nachhaltigkeit. Nicht nur für das Gelingen des sozialökologischen Wandels der Realwirtschaft sondern auch für systemische Stabilität unseres Finanzsystems ist eine Finanzwende von entscheidender Bedeutung.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher