Statement vom 04.12.2019

Steffi Lemke zum Bericht „Die Umwelt in Europa – Zustand und Ausblick 2020“ der Europäischen Umweltagentur

Zum Bericht „Die Umwelt in Europa – Zustand und Ausblick 2020“ der Europäischen Umweltagentur erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Europas geschützten Arten und Lebensräumen geht es schlecht. Die Landschaft wird weiter zerstückelt und Ökosysteme leiden großflächig unter überhöhtem Stickstoffgehalt. So werden die Ziele zum Schutz des Reichtums der Tiere und Pflanzen nicht erreicht. 

Es klafft eine riesige Lücke zwischen dem Ist-Zustand der Natur und Umwelt in Europa und den vielfach erklärten Zielen. Auch die Bundesregierung kündigt an, schreibt auf und heftet ab. Die Ziele zum Erhalt der Biodiversität bis 2020 und auch bis 2030 werden so meilenweit verfehlt. 

Unser Anspruch an die neue Kommission ist: die EU-Kommission muss eine aktive Klima-Kommission sein. Die Biodiversität braucht ein Nothilfeprogramm. Dafür muss der wichtigste Hebel beim Schutz der Biodiversität – die Agrarpolitik – umgelegt werden. Es muss Schluss sein mit den Milliarden-Subventionen für die Naturzerstörung in der Landwirtschaft.“ 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik