Statement vom 11.05.2021

Dr. Anna Christmann zur neuen Förderung von Quantencomputing

Zur neuen Förderung von Quantencomputing erklärt Dr. Anna Christmann, Sprecherin für Innovations- und Technologiepolitik:

„Quantentechnologien und insbesondere Quantencomputer sind eine wichtige Zukunftstechnologie und bieten spannende Anwendungsmöglichkeiten - von der Klimamodellierung bis zur Medikamentenentwicklung. Es ist gut, dass sich die Bundesregierung nun endlich auf die weitere Förderung von Quantentechnologien geeinigt hat. Dass dafür seit Beschluss des Konjunkturpakets im Juni 2020 fast ein Jahr ins Land ging, ist äußerst ärgerlich. Und es zeigt wieder einmal: Wir müssen in der Innovationsförderung agiler, flexibler und schneller werden, wollen wir international nicht den Anschluss verlieren.

Optimistisch stimmt, dass beim Bau der Demonstrations-Quantencomputer unterschiedliche technologische Ansätze gefördert werden. Denn noch weiß niemand, welches System sich zukünftig als das leistungsstärkste erweisen wird. ZU begrüßen ist auch, dass die Startup-Förderung von Beginn an mitgedacht wird und mit dem Hightech-Gründerfonds ein wichtiger Risikokapitalgeber direkt mit an Bord ist.

Wir wollen die Entwicklung erster deutscher Quantencomputer zu einem Erfolg zu machen. Erfolgsversprechende Projektskizzen und Konsortien müssen jetzt zügig ausgewählt und finanziert werden. Die Strategie für das Quantencomputing darf dabei nicht das gleiche Schicksal ereilen wie die KI-Strategie der aktuellen Bundesregierung. Nur immer neue Milliarden ins Schaufenster zu stellen, ist zu wenig; sie müssen auch fließen.“

 

Foto von Anna Christmann MdB
Dr. Anna Christmann
Sprecherin für Innovations- und Technologiepolitik Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement