Statement vom 24.06.2020

Dr. Bettina Hoffmann zur heute vom Bundeskabinett beschlossenen Einwegkunststoffverbotsverordnung

Zur heute vom Bundeskabinett beschlossenen Einwegkunststoffverbotsverordnung erklärt Dr. Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

„Wenn die Bundesregierung ernsthaft etwas gegen die Plastikvermüllung der Umwelt tun will, dann darf sie nicht bei dem Verbot von Plastik-Trinkhalmen, Rührstäbchen oder Wattestäbchen stehen bleiben. Was Deutschland wirklich braucht, ist eine wirksame Müllvermeidungsstrategie.

Nötig ist eine konsequente Förderung von Mehrwegsystemen, die durch eine verbindliche Abgabe auf Coffee-to-go-Becher und Take-away-Verpackungen unterstützt werden sollte. Das Ziel muss sein, dass Mehrweg zu einem funktionierenden Geschäftsmodell wird.

Wir brauchen ein gesetzliches Ziel, um bis 2030 den Verpackungsmüll im Vergleich zu heute auf 110 Kilo pro Kopf zu halbieren. Deutschland ist leider weiterhin EU-Schlusslicht bei der Vermeidung von Verpackungsmüll.“

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