Statement vom 12.01.2021

Dr. Danyal Bayaz zu Karl-Theodor zu Guttenbergs Rolle als Wirecard-Lobbyist

Zur Recherche von Der Spiegel, nach der Karl-Theodor zu Guttenberg in seiner Rolle als Wirecard-Lobbyist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für ein Leerverkaufsverbot warb, was er im Wirecard-Untersuchungsausschuss abgestritten hat, erklärt Dr. Danyal Bayaz, Obmann im Wirecard-Untersuchungsausschuss:

„Karl-Theodor zu Guttenberg hat bei seiner Aussage vor dem Untersuchungsausschuss gezeigt, wie er es mit der Redlichkeit hält. Es ist unglaubwürdig, dass er eines morgens aufwacht und spontan eine Forderung für ein Leerverkaufsverbot für die FAZ aufschreibt. Dafür ist die zeitliche Abfolge der Ereignisse rund um Wirecard zu eindeutig. Es war Teil der Strategie von Wirecard, die Mechanismen des Kapitalmarkts zum eigenen Nutzen außer Kraft zu setzen. Die BaFin ist Wirecard hier bereits Anfang 2019 auf den Leim gegangen. Offenbar war es Teil der Beratungsleistung von zu Guttenberg, die öffentliche Meinung für ein erneutes Leerverkaufsverbot zu gewinnen.“