Statement vom 05.03.2021

Dr. Danyal Bayaz zur Reaktion der Bundesbank auf das Leerverkaufsverbot der BaFin

Zur heutigen Sitzung des Wirecard-Untersuchungsausschusses zur Reaktion der Bundesbank auf das Leerverkaufsverbot der BaFin und zum Zeugen Julian H. erklärt Dr. Danyal Bayaz, Obmann im Untersuchungsausschuss:

„Die Experten der Bundesbank haben ihren Job gemacht. Ihre fundierten Analysen kamen zu dem klaren Ergebnis, dass die Begründung der BaFin für das Leerverkaufsverbot inhaltlich nicht haltbar war. Die Entscheidung war damit rechtswidrig. Leider hat Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch Arbeit und Ansehen ihres Hauses durch den Verzicht auf eine schriftliche Stellungnahme geschmälert. Somit trägt auch die Bundesbank eine Teilverantwortung für die unrühmliche Entscheidung, welche die Aufdeckung des Wirecard-Skandals weiter verschleppt hat.

Die Aussage von Julian H. hat den Eindruck der seltsamen österreichisch-russischen Verbindungen Jan Marsaleks verfestigt. Sonderermittler Wolfgang Wieland wird bewerten müssen, wie hilfreich und werthaltig die Aussage war. Wir sind sehr gespannt auf seinen Bericht.“