Statement vom 02.06.2021

Dr. Julia Verlinden und Chris Kühn zum Widerstand der Union gegen die Begleichung der CO2-Kosten durch die Vermieter:innen

Zum Widerstand der Union gegen die Begleichung der CO2-Kosten im Wärmesektor durch die Vermieter:innen erklären Dr. Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik, und Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

„Die Blockadepolitik der Union im Gebäudebereich geht nicht nur zulasten des Klimas, sondern auch auf Kosten der Mieterinnen und Mieter. Hier zeigt sich erneut, dass die Union weder Klimaschutz noch soziale Gerechtigkeit wirklich voranbringen will. Lieber bedient sie die kurzsichtigen Interessen der Immobilienlobby.

Der CO2-Preis auf fossile Brennstoffe kann eine wichtige Stellschraube für die Energiewende werden. Doch der CO2-Preis kann nur dann eine echte Lenkungswirkung erzielen, wenn er bei denen ansetzt, die auch die Investitionsentscheidung treffen. Die Eigentümer:innen haben den Hebel in der Hand, um in ihren Gebäuden Energiesparmaßnahmen um- und Erneuerbare Energien einzusetzen. Mieter:innen können dagegen keinen klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland herstellen. Für sie macht es auch ohne CO2-Preis Sinn, Wärme bewusst zu nutzen, da sie ja weiterhin die Kosten für ihren Verbrauch tragen."