Statement vom 13.03.2019

Dr. Kirsten Kappert-Gonther anlässlich der ersten Tagung der Bund-Länder-AG zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten

Anlässlich der ersten Tagung der Bund-Länder-AG zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten erklärt Dr. Kirsten Kappert-Gonther, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien:

"Deutschland muss endlich einen verantwortungsvollen Umgang mit Kulturgut aus der Kolonialzeit finden. Wesentliche Bestandteile sind Demut und die Aufgabe von Deutungshoheit zugunsten der Nachfahren der Betroffenen des Kolonialismus. Notwendig ist zudem ein klarer Fahrplan für die Rückgabe von kolonialer Beutekunst. In einem ersten Schritt müssen menschliche Gebeine identifiziert und an die Herkunftsgesellschaften zurückgegeben werden. Auch Sakralobjekte müssen schnellstmöglich auf ihre Herkunft geprüft und den ursprünglichen Besitzerinnen und Besitzern zur Rückgabe angeboten werden. Zudem braucht es deutlich mehr Mittel für Provenienzforschung und Digitalisierung sowie einen institutionalisierten Austausch mit den Herkunftsgesellschaften."

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