Statement vom 07.11.2018

Dr. Kirsten Kappert-Gonther zu den Äußerungen der Drogenbeauftragten

Zu den Äußerungen der Drogenbeauftragten der Regierung, Mortler, erklärt Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Drogenpolitik:

„Wenn die Drogenbeauftragte wirklich die Entstigmatisierung von Betroffenen erreichen möchte, empfehle ich ihr eine Kehrtwende in der Drogenpolitik. Wer Probleme durch Drogen hat, braucht Hilfe. Strafe schadet. Frau Mortler macht sich unglaubwürdig, solange sich ihre Drogenpolitik nicht am Schadenspotenzial orientiert und sie weiterhin die Erhöhung der potentiellen Risiken von Cannabis durch den Schwarzmarkt ignoriert. Bei Alkohol und Cannabis wird mit zweierlei Maß gemessen, obwohl das jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt und die gesellschaftlichen Folgen ausblendet. Es ist ein Unding, dass erwachsene Konsumenten und Konsumentinnen von Cannabis in Deutschland immer noch kriminalisiert werden. Das ist Retropolitik.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher