Statement vom 26.09.2018

Dr. Kirsten Kappert-Gonther zum beschlossenen Gesetzentwurf für schnellere Arzttermine/ bessere medizinische Versorgung

Zum heute im Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf für schnellere Arzttermine und eine bessere medizinische Versorgung erklärt Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Gesundheitsförderung:

"Mit dem Gesetzentwurf versäumt es Gesundheitsminister Spahn, sich den grundlegenden Problemen in der Versorgung anzunehmen. Es ist entscheidend, dass Krankenhäuser, Ärzte und Pflegekräfte künftig besser auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Statt mutig mehr Kooperation und Vernetzung in unserem Gesundheitswesen anzuschieben und beispielsweise die Notfallversorgung grundlegend zu reformieren, schüttet Spahn nur mehr Versichertengelder an Ärztinnen und Ärzte aus. Das Füllhorn ersetzt aber keine Reformen. Allein die Honorarerhöhungen werden die Versicherten 800 Millionen Euro mehr im Jahr kosten. Damit geht Spahn wie seine Vorgänger den Weg des geringsten Widerstandes. Zudem muss die Bundesregierung sicherstellen, dass durch das Gesetz keine Fehlanreize zulasten der Behandlung chronisch kranker Patienten entstehen. Wie Spahn das tun will, bleibt bisher völlig offen." 

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