Statement vom 14.08.2018

Dr. Kirsten Kappert-Gonther zur geringen Zahl von Organspenden

Zu Berichten, wonach das Bundesgesundheitsministerium die Krankenhäuser mitverantwortlich für die geringe Zahl von Organspenden macht, erklärt Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Gesundheitsförderung:

"Die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland steigt und trotzdem sinkt die Zahl der Spendeorgane. Mögliche Organspender müssen besser erkannt und gemeldet werden. Wir müssen Transplantationsbeauftragten in den Kliniken den Rücken frei halten, damit sie ihre Aufgabe auch wirklich wahrnehmen können. Diese wichtige Aufgabe kann niemand im Klinikalltag einfach nebenher machen. Daher müssen Transplantationsbeauftragte einen gesetzlichen Anspruch darauf haben, in geeignetem Umfang von anderen dienstlichen Verpflichtungen freigestellt zu werden. Die Transparenz des Organspende-Systems insgesamt muss gestärkt werden, und Meldewege müssen allen Beteiligten klar sein. Das Wissen um Erkennen und Melden potentieller Organspender gehört in die medizinische Ausbildung.

Zudem sollen Ärztinnen und Ärzte wie auch die Bevölkerung mehr Vertrauen in die Transplantationsmedizin aufbauen können. Dafür ist eine stärkere staatliche Kontrolle der Transplantationszentren ebenso notwendig wie eine angstfreie Kommunikation zwischen den Beteiligten auch über Unsicherheiten und Probleme." 

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