Statement vom 02.03.2021

Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn: Mehr soziale Sicherheit in unsicheren Zeiten

Anlässlich der heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen zum Arbeitsmarkt für den Monat Februar 2021 erklärt Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Sprecher für Arbeitsmarktpolitik:

Die Corona-Infektionszahlen steigen wieder. Zeitgleich wird der Ruf nach Lockerungen lauter. Eine schwierige Gemengelage, die auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben könnte. In diesen unsicheren Zeiten ist ein Mehr an sozialer Sicherheit notwendig. Die Maßnahmen der Bundesregierung reichen für viele Gruppen nicht aus. Teile der Bevölkerung waren schon vor der Krise abgehängt und stecken jetzt in echten Notlagen. Existenzängsten muss umfassend begegnet werden. Notwendig wären ein Mindestkurzarbeitergeld, die Verlängerung der Sonderregelung zur Dauer des Arbeitslosengeld I, ein Existenzgeld für Künstler:innen, ein Unternehmer:innen-Lohn für Selbständige zur Abdeckung des Existenzminimums im Rahmen der Wirtschaftshilfen, eine Verdoppelung des Kinderbonus und ein angemessener Corona-Aufschlag bei der Grundsicherung.