Statement vom 04.12.2020

Ekin Deligöz zur Ankündigung des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, zum Ende der Wahlperiode sein Amt aufzugeben

Zur Ankündigung des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, zum Ende der Wahlperiode sein Amt aufzugeben, erklärt Ekin Deligöz, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

„Auch wenn der Beauftragte Johannes-Wilhelm Rörig noch eine ganze Weil im Amt sein wird: es ist ihm jetzt schon für seinen Einsatz zu danken! Er hat über die Jahre einen wesentlichen Beitrag geleistet, die Arbeit, die seinerzeit am Runden Tisch begonnen wurde, zu verstetigen - und zwar unter nicht einfachen Verhältnissen. Und auch im Rahmen eines Arbeitsfeldes, in dem man immer wieder mit hoch belastenden Sachverhalten konfrontiert ist. Rörig zeigt das größte Engagement dabei, Betroffenen Gehör zu verschaffen und für bessere Schutzstrukturen zu sorgen. Seine Ankündigung ist sicher nicht so zu verstehen, dass die Aufgaben der Beauftragtenstelle in irgendeiner Form abgeschlossen sein könnten, leider. Im Gegenteil ist eine weitere Absicherung und Intensivierung der Arbeit notwendig. So sollte beispielsweise die Arbeit der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauch gestärkt und auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden. Auch auf Ebene der Bundesländer wären entsprechende Stellen zu schaffen. Geeignete Schutzstrukturen und Hilfen sowie gesellschaftliche Veränderungen in diesem Feld bleiben eine große Herausforderung."