Statement vom 18.06.2019

Ekin Deligöz zur Künstlichen Intelligenz

Zu den Meseberger Ankündigungen von Bundeskanzlerin Merkel und Forschungsministerin Karliczek zur Künstlichen Intelligenz erklärt Ekin Deligöz, Mitglied im Haushaltsausschuss und Berichterstatterin für den Etat des Bildungs- und Forschungsministeriums (BMBF):

"Die Appelle von Merkel und Karliczek gehen ins Leere, solange sie nicht endlich substanziell und am besten gemeinsam europäisch in Künstliche Intelligenz investiert wird. Die Bundesregierung ist zwar gut darin, schöne Worte über das wirtschaftliche Potenzial und die ethische Verantwortung bei der Entwicklung von KI zu finden. Doch nichts davon wird eingelöst werden können, wenn nicht mehr Geld für Zukunftsinvestitionen in die Hand genommen wird. Selbst die von Karliczek angekündigten drei Milliarden Euro bis 2025 sind aktuell mehr als unglaubwürdig und drohen bereits laut aktueller Haushaltsplanung der Bundesregierung auf eine Milliarde bis 2023 zusammenzuschrumpfen. Den Rückstand beim technologischen Potenzial und unserer technischen Infrastruktur werden wir mit einem solchen Zögerkurs nicht einholen. Die chinesische Stadt Shanghai setzt ganz andere Maßstäbe und hat kürzlich angekündigt, in den kommenden Jahren fünfzehn Milliarden in KI zu investieren."

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