Statement vom 29.07.2019

Erhard Grundl und Tabea Rößner zum EuGH-Urteil über Musik-Sampling

Zum EuGH-Urteil über Musik-Sampling erklären Erhard Grundl, Sprecher für Kulturpolitik, und Tabea Rößner, Sprecherin für Netzpolitik:

„Grundsätzlich erkennt das Urteil des EuGH Sampling als eigenständige Kulturtechnik an. Das ist erfreulich, denn ohne Frage gehört es zum Wesen kreativer Prozesse, sich vorhandenes Material neu anzueignen und – etwa in Form von Samples – andere Künstlerinnen und Künstler zu zitieren und dabei auch zu würdigen. Für den Fall, dass keine Einwilligung vorliegt, hat das Gericht aber auch klare Grenzen gezogen: Die Nutzung eines Audio-Fragments ist demnach nur in nicht wiedererkennbarer Form – oder sofern es sich nur um ein kurzes Versatzstück handelt – zulässig. Das ist eine gute Lösung, denn damit werden die Rechte der Urheberinnen und Urheber gestärkt, ohne dass die Kulturtechnik des Samplings per se als illegal eingestuft wird."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher