Statement vom 04.06.2020

Erhard Grundl zur eine Milliarde Euro umfassenden Hilfe für die Kultur

Zur eine Milliarde Euro umfassenden Hilfe für die Kultur erklärt Erhard Grundl, Sprecher für Kulturpolitik:

„Dass Geld dafür ausgegeben wird, damit Kultur analog und/oder digital stattfinden kann – anstatt dass sie überhaupt nicht stattfindet - das ist die gute Nachricht. Aber einen langen Atem erkennt man in dem Kulturprogramm nicht.

De facto werden viele Einrichtungen, Kinos, Theater, Clubs wegen der Hygieneregelungen nicht profitabel wieder eröffnen können und massive Einnahmeverluste haben. Angesichts der zu erwartenden Ausfälle erscheint die Gesamtsumme von einer Milliarde Euro viel zu gering, da das auch noch die angekündigte bauliche ,Ertüchtigung‘ beinhaltet. Der gesellschaftlichen, aber auch der wirtschaftlichen Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft entspricht eine Investition von einer Milliarde von einem Gesamtpaket von 130 Milliarden Euro sicherlich nicht.

Zudem sind die zusätzlichen Nothilfen lediglich für Einrichtungen gedacht, nicht für freie Kulturschaffende. Es entsteht so der Eindruck, als sei für die Freien schon alles Notwendige getan. Für sie fehlt, was uns Baden-Württemberg exemplarisch vormacht: Eine unbürokratische Hilfe im Modell des ,fiktiven Unternehmer*innenlohns‘, der da ankommt, wo er gebraucht wird.“ 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher