Statement vom 26.03.2019

Filiz Polat zur Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zu Imamen in Deutschland

Zur Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zu Imamen in Deutschland erklärt Filiz Polat, Obfrau im Innenausschuss:

"Die Ergebnisse der Studie sind keine Überraschung. Sie zeigen deutlich den Handlungsbedarf für den Aufbau einer eigenständigen Imamausbildung in Deutschland. Die vom Bundesinnenministerium geplante Verschärfung der Einreisebestimmung für Geistliche gehen dabei völlig am Thema vorbei, da offensichtlich der Bedarf islamischer Geistlicher bisher nicht aus Deutschland heraus gedeckt werden kann.

Wie und ob die Bundesregierung die muslimischen Gemeinden beim Aufbau einheitlicher Ausbildungs- und Qualifizierungsstandards für Imame oder bei der Finanzierung ihres religiösen Personals unterstützen möchte, bleibt weiterhin offen. Bundeskanzlerin Merkel hat eine Imamausbildung in Deutschland angekündigt, auf der letzten Islamkonferenz war dies eines der Hauptthemen. Nun gilt es die Ankündigungen mit Leben zu füllen.

Die Ausbildung in Deutschland wäre ein wichtiger Schritt für eine von den Herkunftsländern unabhängige Religionsausübung. Vom Bundesinnenministerium fordern wir endlich ein Konzept und einen klaren Fahrplan - ohne das Neutralitätsgebot des Staates zu verletzen. Dazu haben wir einen Antrag im Deutschen Bundestag eingereicht."

Den Antrag der Bundestagsfraktion "Ausbildungsprogramme für Imame und islamische Religionsbedienstete in Deutschland fördern" finden Sie hier.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Filiz Polat

Sprecherin für Migrations- und Integrationspolitik