Statement vom 25.03.2020

Franziska Brantner und Sven-Christian Kindler zur Forderung nach Eurobonds

Zur Forderung von neun EU-Staaten nach Eurobonds vor dem Europäischen Rat erklären Franziska Brantner, Sprecherin für Europapolitik, und Sven-Christian Kindler, Sprecher für Haushaltspolitik:

"Die Bundesregierung muss nun in Europa genau so entschlossen handeln, wie sie es in Deutschland tut. Es braucht medizinische Unterstützung für die europäischen Hotspots der Corona-Krise und eine koordinierte europäische Produktion der notwendigen medizinischen Produkte. Vor allem muss sich die Bundesregierung nun jenen Ländern anschließen, die jetzt eine europäische effektive fiskalische Antwort einfordern.  Die Bundesregierung darf in der Diskussion um Coronabonds keine ideologischen Tabus aufstellen, sondern sollte sich konstruktiv daran beteiligen. Gemeinsame europäische Anleihen können bei richtiger Ausgestaltung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung Europas beitragen. Ansonsten ist die Bundesregierung in der Pflicht, alternative Wege aufzuzeigen. Es darf nicht wieder zu einem ,too little too late' aufgrund Deutschlands kommen. Der Preis wird sonst unvorstellbar hoch sein. Es ist in unserem ureigenen Interesse, jetzt europäisch zu handeln."

 

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