Statement vom 21.07.2018

Franziska Brantner zur EU-Mission Sophia

Zur aktuellen Debatte über die EU-Mission Sophia erklärt Dr. Franziska Brantner, Sprecherin für Europapolitik:

"Die europäischen Mitgliedsländer müssen jetzt schnellstmöglich einen Verteilmechanismus für die Menschen finden, die durch die EU-Mission Sophia gerettet werden. Es kann nicht sein, dass jetzt auch noch die letzten Elemente einer staatlichen Seenotrettung gekippt und gleichzeitig die privaten Seenotretter kriminalisiert werden. Nach dem Ende der italienischen Seenotrettung Mare Nostrum hätte es eigentlich sofort eine europäische Seenotrettung gebraucht. Dass private Akteure dieses Vakuum heute füllen, ist Zeichen eines europäischen Versagens. Das wollen wir ändern. Wir brauchen endlich eine echte staatliche und europäische Seenotrettung!

Bei allem Verständnis für Italiens Enttäuschung darüber, dass es seit Jahren nun alleine für die durch die europäische Mission geretteten Menschen verantwortlich ist, gehen Salvinis Methoden einfach nur zu Lasten jener Menschen, die am wenigsten dafür können."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher