Statement vom 06.11.2018

Friedrich Ostendorff & Bettina Hoffmann zur Studie zu Antibiotika-Resistenzen

Zur Studie einer internationalen Forschergruppe, wonach jährlich 33.000 Menschen europaweit infolge von Antibiotika-Resistenzen sterben, kommentieren Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik, und Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„In der Haltung von Schweinen, Rindern und Hühnern werden immer noch zu häufig Antibiotika eingesetzt. Jede Anwendung birgt die Gefahr, dass Keime resistent werden und so die Behandlung schwieriger wird. Gerade gegen die Antibiotika, die besonders wichtig sind für die Behandlung von Menschen, treten zunehmend Resistenzen auf. Wir brauchen eine Abkehr von der industrialisierten Tierhaltung, damit die Tiere artgerecht gehalten werden und auf Gesundheit statt auf Höchstleistung gezüchtet werden."  

Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

„Es ist alarmierend, dass es zunehmend multirestente Keime in Krankenhäusern, aber auch in der Umwelt zum Beispiel in Gewässern gibt. Um diese Entwicklung aufzuhalten, muss die Bundesregierung dafür sorgen, dass die Eintrags- und Verbreitungswege insbesondere aus der Landwirtschaft geschlossen werden. Der Schutz und die Behandlung der Patienten hat neben der Vorsorge größte Bedeutung. Daher fordern wir das von der EU eingeleitete Verbot von Reserveantibiotika in der Tierhaltung schnellstmöglich in nationales Recht umzusetzen."

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