Statement vom 04.04.2019

Friedrich Ostendorff und Dr. Bettina Hoffmann zur aktuellen Debatte über Nachbesserungen an der Düngeverordnung

Folgenden Zitate von Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik, und Dr. Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik

„Jahrelang wurde die Arbeit an der Düngeverordnung im Landwirtschaftsministerium auf die lange Bank geschoben - mit schweren Folgen für die Umwelt. Die Ursachen der starken Nitratbelastung liegen in der industriellen Massentierhaltung in manchen Gebieten. Wir brauchen eine flächengebundene Tierhaltung statt eine Massenproduktion für den Weltmarkt. Besonders absurd ist, dass jetzt die ökologischen Strohhaltungsbetriebe mit Festmist und extensiv wirtschaftenden Betrieben die Kosten für Probleme tragen, die sie nicht verursacht haben.“

Dr. Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik

„Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass 27 Prozent der Grundwasserkörper wegen der Nitratverschmutzung offiziell in einem schlechten chemischen Zustand sind. Bisher zahlen die Verbraucherinnen und Verbraucher die Rechnung dafür, dass die Wasserwerke immer mehr Kosten aufwenden müssen, um die Nitratgrenzwerte einhalten zu können. Das ist eine Missachtung des Verursacherprinzips. Die industrielle Landwirtschaft muss ihren Beitrag leisten, um sauberes und bezahlbares Trinkwasser zu sichern. Die Landwirtschaft ist bisher Teil des Problems und muss Teil der Lösung werden. Wir brauchen endlich einen klaren Rechtsrahmen zum Schutz unseres Trinkwassers und zur Vermeidung von horrenden Strafzahlungen an die EU.“

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