Statement vom 06.07.2021

Friedrich Ostendorff und Renate Künast zur Übergabe des Abschlussberichtes der Zukunftskommission Landwirtschaft

Zur Übergabe des Abschlussberichtes der Zukunftskommission Landwirtschaft erklären Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher, und Renate Künast, Sprecherin für Ernährungspolitik und Tierschutzpolitik:

Friedrich Ostendorff:

„Der Bericht der Zukunftskommission ist ein starkes Signal aus der Branche mit guten Kompromissen. Umwelt und Landwirtschaft kommen endlich zusammen und Bauern können auf dieser Basis ein auskömmliches Einkommen erzielen. Hinter diese Einigung dürfen wir nicht mehr zurückfallen. Aufgabe einer zukünftigen Bundesregierung muss es deshalb sein, den Impuls aufzunehmen. Artenvielfalt, Erhalt ländlicher Strukturen und Tierwohl gehören ganz oben auf die Agenda. Der Strukturbruch in der Landwirtschaft braucht eine vernünftige Begleitung durch die Politik. An dieser Aufgabe ist Frau Klöckner in den vergangenen vier Jahren gescheitet. Auch das bringt der Bericht zum Ausdruck. Über den Umbau der Tierhaltung etwa wurde viel gesprochen, aber letztlich wurde wenig erreicht.“

Renate Künast:

„Mit dem Abschlussbericht gibt es nun Vorschläge für den Umbau zu einer nachhaltigen Landwirtschafts- und Ernährungspolitik. Der Bericht liegt auffällig konträr zur Politik der amtierenden Ministerin für Landwirtschaft und Ernährung. Für das Klima, die Gesundheit und die Zukunft der Landwirte ist es notwendig, den gordischen Knoten der Beharrung im Alten zu durchschlagen. Der Bericht zeichnet ein Bild, wie eine nachhaltige Landwirtschaft den Anforderungen von Klima, Umwelt und landwirtschaftlicher Betriebe entsprechend ausgerichtet sein kann. Den Mitgliedern der Kommission möchte ich deshalb für ihre Arbeit danken. Es liegt für die nächste Legislaturperiode viel Arbeit vor uns, weil diese und andere Empfehlungen wie die des wissenschaftlichen Beirats zum Thema Ernährung, in konkrete politische Schritte umgesetzt werden müssen. Die größte Aufgabe wird es sein, Maßnahmen so umzusetzen, dass sie auch tatsächlich zeitnah fürs Klima, Gesundheit und Landwirtschaft wirksam werden. Die gesellschaftliche Akzeptanz und Planbarkeit für die Produzenten hängt daran, nun nicht nur Modellprojekte oder wirkungslose Anreize zu setzen.“

Renate Künast MdB
Renate Künast
Sprecherin für Ernährungspolitik (19. WP) Sprecherin für Tierschutzpolitik (19. WP)