Statement vom 05.06.2020

Friedrich Ostendorff und Steffi Lemke zum Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofes zur Biodiversität landwirtschaftlicher Flächen

Zum Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofes zur Biodiversität landwirtschaftlicher Flächen erklären Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik, und Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Der Bericht spricht eine deutliche Sprache. Der Verlust an Artenvielfalt in der Agrarlandschaft ist dramatisch.

Es ist wichtig, die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu erhalten. Dazu brauchen wir mehr Begleitstrukturen wie Hecken und Säume, Rückzugsgebiete und Flächen, die extensiv bewirtschaftet werden. Wir müssen die Nährstoffeinträge wie durch Gülle und Belastung mit Umweltgiften zurückfahren. Das geht aber nur zusammen mit der Landwirtschaft und den Betrieben und durch eine gezielte Honorierung der gesellschaftlichen Leistungen im Umwelt-, Klima-, Natur- und Tierschutz.

Die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik muss deshalb dringend neu gestaltet werden und auf diese gesellschaftlichen Leistungen hin ausgerichtet werden. Wir müssen weg von ausgeräumten Landschaften und Agrarfabriken.

Die Umwelt-, Klima- und Naturschutzziele im Green Deal, der Biodiversitätsstrategie und der Farm-to-Fork-Strategie der Europäischen Kommission müssen jetzt dringend mit der Europäischen Agrarpolitik in Einklang gebracht werden. Die jetzigen Vorschläge zur GAP genügen weder den Anforderungen an Umwelt-, Klima- und Naturschutzziele noch bieten sie Bäuerinnen und Bauern eine verlässliche Zukunftsperspektive.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Steffi Lemke MdB
Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik