Statement vom 15.09.2021

Friedrich Ostendorff zu den Ergebnissen des Schweinegipfels

Zu den Ergebnissen des Schweinegipfels erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

"Wir wollen, dass die kleinen- und mittleren Schweinebetriebe die Krise überleben. Ohne die vielfältigen Betriebe werden wir unsere regionale Versorgung einbüßen. Bezeichnend ist es, dass diejenigen im Vorhinein die Stilllegung von Betrieben gefordert haben, die Betriebe zur Bestandsvergrößerung getrieben haben.

Die Situation der schweinehaltenden Betriebe in Deutschland ist sehr ernst. Es ist viel zu viel Ware am Markt, die nicht abfließt. Die Preise sind ruinös. Große Megaställe mit zehntausenden Tieren sind nicht die Zukunft. Die Schweinebestände müssen insgesamt deutlich runter und dafür die Tiere besser gehalten werden. Die Betriebe brauchen jetzt die Perspektive mit Tierwohlprogrammen eine höhere Wertschöpfung hier in Deutschland zu erzielen.

Solange die Afrikanische Schweinepest in Deutschland grassiert, wird der Absatz gestört sein. Auf den Exportmarkt können wir uns nicht allein verlassen. Wenn wir den Umbau der Tierhaltung nach Vorschlägen der Borchert-Kommission jetzt nicht beginnen, wird es bald zu spät sein."