Statement vom 21.09.2018

Friedrich Ostendorff zu Ferkelkastration/Klöckner

Zur heutigen Sitzung des Bundesrates und der Ablehnung des Bayerischen Antrages, die Ausnahmegenehmigung der betäubungslosen Ferkelkastration zu verlängern erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„Ich habe absolut kein Verständnis für das Agieren von Bundesministerin Klöckner. Es ist ein Zeichen eigener Hilflosigkeit, dass sie heute im Bundesrat ihren Staatssekretär für die Fristverlängerung werben ließ. Ministerin Klöckner will, dass die Länder die Verantwortung zur Fristverlängerung übernehmen und damit ihr Image der freundlich lächelnden Social Media-Ministerin nicht von schrecklichen Kastrationsbildern ramponiert wird. Seit fünf Jahren ist klar, dass ab 2019 nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden darf. Und das ist auch gut so! Es wurde in den letzten Jahren schlicht verschlafen, eine Umstellung verantwortungsbewusst zu begleiten. Die Sauenhalterinnen und –halter sind ratlos und wütend, und das völlig zu Recht. Dieses Politikversagen ist unverzeihlich und peinlich. Ich fordere die Ministerin auf, in den verbleibenden 102 Tagen alle Ressourcen zu bündeln und Lösungsstrategien zu entwickeln. Das wird der Lackmustest für Ministerin Klöckner, ob sie den Herausforderungen, die das Amt des Landwirtschaftsministeriums mit sich bringt und über das Drehen von Werbefilmen hinausgeht, gewachsen ist.“

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