Statement vom 22.05.2018

Friedrich Ostendorff zu Klöckners Äußerungen zum Kükenschreddern

Zu den Äußerungen von Landwirtschaftsministerin Klöckner, die Geflügelwirtschaft müsse das Kükenschreddern beenden, erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik: 

"Frau Klöckners Landwirtschaftsministerium hat ihre Möglichkeiten, das grausame Schreddern frisch geschlüpfter Küken zu beenden, längst nicht ausgeschöpft. Wenn die Ministerin nun alle weiteren Schritte der Eigenverantwortung der Geflügelindustrie überlässt, macht sie den Bock zum Gärtner und entzieht sich der eigenen Verantwortung. Die Bundesregierung muss das Schreddern nun endlich gesetzlich verbieten und Förderprogramme auflegen, um kleinen und mittelständischen Brütereien die Investition in technische Anlagen zur Geschlechter-Früherkennung im Ei zu erleichtern. Statt zu Handeln hört man aus dem Landwirtschaftsministerium aber nur vollmundige Versprechen, die an Klöckners glücklosen Vorgänger Schmidt erinnern. Wir fordern Ministerin Klöckner auf, das Kükenschreddern endlich durch ein gesetzliches Verbot zu beenden und sich für mehr Tierschutz in der Landwirtschaft einzusetzen statt ständig nur für die kurze Schlagzeile zu kämpfen. Ihre Aufgaben sind enorm, denn Tierschutzkontrollen in der Landwirtschaft funktionieren nicht, was heimliche Aufnahmen aus Tierhaltungsanlagen in schockierendem Maß belegen."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher