Statement vom 10.09.2021

Friedrich Ostendorff zum angekündigten Krisengespräch aufgrund der niedrigen Schweinefleischpreise

Zum angekündigten Krisengespräch aufgrund der niedrigen Schweinefleischpreise erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„Schweinehalter erleben gerade ihre bisher größte existenzielle Krise. Auf den Betrieben herrscht große Verzweiflung. Der anstehende Schweinegipfel war längst überfällig, endlich ist das auch bei Bundesministerin Klöckner angekommen. Die Bemühungen dürfen aber nicht in einem Rauskaufprogramm für notleidende Betriebe enden. Bei einem Rauskaufprogramm schöpfen große Betriebe Geld ab und kleine sterben. Wir dürfen die Zahl der Betriebe nicht noch weiter minimieren, sondern müssen den noch Verbliebenen eine Zukunftsperspektive geben.

Alle Energie muss jetzt schnellstens in die Umsetzung des Umbauprogramms der Tierhaltung gehen. Wir Grüne erwarten von diesem Gipfel, dass bäuerlichen Familien ihre Existenz gesichert wird. Das Umbauprogramm der „Borchert-Kommission“ müssen wir in einer neuen Bundesregierung zügig umsetzen. Das verschafft den Höfen eine Zukunft und vielen Tieren Auslauf und frische Luft. Jetzt heiß es: keine Zeit mehr verlieren. Durch das ewige Zögern und Zaudern von Bundesministerin Julia Klöckner bei der Umsetzung der Vorschläge der „Borchert-Kommission“ sind zu viele Betriebe in Schwierigkeiten geraten."