Statement vom 10.10.2018

Friedrich Ostendorff zum Bericht über das Resistenzmonitoring

Zum heute veröffentlichten Bericht über das Resistenzmonitoring GERM-Vet erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

"Die veröffentlichten Daten können uns nicht zufrieden stellen. In der Haltung von Schweinen, Rindern und Hühnern werden immer noch zu häufig Antibiotika eingesetzt. Jede Anwendung birgt die Gefahr, dass Keime resistent werden und so die Behandlung schwieriger wird. Gerade gegen die Antibiotika, die besonders wichtig sind für die Behandlung von Menschen, treten zunehmend Resistenzen auf. Das ist gefährlich, denn diese Resistenzen verschwinden nicht und können in einem Ökosystem nicht ausreichend eingedämmt werden. Wir fordern, dass diese so genannten Reserveantibiotika nur für die Behandlung beim Menschen genutzt werden. Ein Stall mit tausenden von Tieren ist nicht der richtige Ort für diese hoch wirksamen und unschätzbar wichtigen Medikamente."

 

Hintergrund: Das BVL erhebt seit dem Jahr 2001 jährlich Resistenzdaten zu tierpathogenen Bakterien im Rahmen des Resistenzmonitorings GERM-Vet.

 

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