Statement vom 10.09.2020

Friedrich Ostendorff zum ersten bestätigten Fall von Afrikanischer Schweinepest in Deutschland

Zum ersten bestätigten Fall von Afrikanischer Schweinepest in Deutschland erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„Nach der Bestätigung des amtlichen Verdachts auf Afrikanische Schweinepest bei einem verendeten Wildschein im brandenburgischen Schenkendöbern ist der lange befürchtete Katastrophenfall da. Jetzt muss entschlossen und besonnen agiert werden, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Wir brauchen schnell Antworten darauf, wie viele Schweine im absoluten Speerkreis betroffen sind, um das Ausmaß abschätzen zu können. Denn die Auswirkungen auf die Hausschweine landwirtschaftlicher Betriebe können gravierend sein und den Tod tausender Tiere bedeuten.

Obwohl es erst einen bestätigten Fall gibt, sind Schweinebäuerinnen und -bauern in ganz Deutschland in hoher Alarmstimmung. Sollte China seine Drohung wahr machen, die Märkte zu sperren, wären die Auswirkungen auf den Schweinemarkt dramatisch. China ist bei weitem der wichtigste deutsche Exportmarkt für Schweinefleisch.

Mit Blick auf die seuchenhygienische Gefahr sind vor allem Regionen mit einer sehr hohen Konzentration in der Schweinehaltung einem hohen Risiko ausgesetzt. Bundesministerien Julia Klöckner muss auch endlich Antworten darauf geben, wie die Dezentralisierung und Entzerrung der Schweinehaltung und der Schlachtung in Deutschland erreicht werden kann.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher