Statement vom 12.06.2020

Friedrich Ostendorff zum internationalen Tag gegen Tiertransporte

 

 Zum internationalen Tag gegen Tiertransporte am 14. Juni erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

"Die Situation für Lebendtiertransporte nach Russland ist alarmierend. Fehlende Versorgungsstationen in Russland stellen für die Tiere eine Katastrophe dar. Auf diese Berichte haben die Niederlande bereits mit einem kompletten Exportstopp nach Russland reagiert. Wir begrüßen, dass einige Bundesländer diesem Beispiel gefolgt sind und andere dies planen. Nur so kann ein Export von Tieren aus Deutschland wirkungsvoll gestoppt werden.

Die Routen außerhalb der EU sind eine Blackbox, es gibt keine verlässliche Dokumentation der Einhaltung der Tierschutzgesetze. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Tiere bei den oft langen Transporten großes Leid erfahren.

Die Bundesregierung muss sich öffentlich zu den Missständen äußern und sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Unabhängig von den aktuellen Missständen ist es dringend nötig, bestehende Regelungen zu Tiertransporten zu überarbeiten, um Tiere wirkungsvoller zu schützen. Dafür sollte sich die Bundesregierung während ihrer EU-Ratspräsidentschaft eindringlich einsetzen."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher