Statement vom 27.11.2020

Friedrich Ostendorff zum Schweinemarkt-Krisengipfel

Zum Krisengipfel „Schweinemarkt“ erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„Wir haben den Höhepunkt des Schweinestaus schon hinter uns, die Lage in den Schlachthöfen entspannt sich langsam. Das war zu erwarten, denn die großen Schlachthöfe schlachten fast alle wieder bei voller Auslastung. Dass Ministerin Klöckner ausgerechnet jetzt die private Lagerhaltung ins Spiel bringt, ist geradezu lächerlich. Selbst wenn sie sich in Brüssel durchsetzen könnte, die Schweinehalter hätten letztlich nichts davon.

Wann genau soll denn der richtige Zeitpunkt sein, um die eingelagerten Mengen wieder auf den Markt zu werfen? Natürlich sobald der Schweinefleischpreis wieder steigt, um den Preis anschließend wieder in den Keller zu treiben. Das kennen wir schon, es hilft niemandem weiter.

Wir müssen kurzfristig dafür sorgen, dass Schlachtkapazitäten aufrechterhalten bleiben. Die Schweinehalter sind gefangen in ihrem eigenen System, und das bei einem aktuellen Preis von 1,19 Euro je Kilo. Dass dieses System nicht zukunftsfähig ist, zeigen die aktuellen Krisen mehr denn je. Langfristig kann die Antwort nur eine grundlegende Veränderung sein. Bäuerinnen und Bauern werden in Zukunft mehr Wertschöpfung durch Umwelt- und Tierwohlleistungen generieren, damit werden Tierbestände automatisch abgestockt.“

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