Statement vom 12.12.2019

Friedrich Ostendorff zum Situationsbericht des Bauernverbandes

Zum Situationsbericht des Bauernverbandes erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„Die Einkommenssituation vieler Betriebe ist nicht rosig. Fast fünf Prozent weniger Milchbetriebe und über fünf Prozent weniger Schweinehalter. Der Strukturwandel setzt sich dramatisch fort. Wir verlieren unsere bäuerliche Landwirtschaft und müssen dringend gegensteuern.

Wir haben vor allem ein strukturelles Problem. Das werden wir mit den antiquarischen Rezepten eines Wachse oder Weiche und einer alleinigen Ausrichtung auf Exportmärkte nicht lösen. Wir brauchen stattdessen ein gesellschaftlich getragenes Leitbild für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Das kann nur eine vielfältige und regional ausgerichtete bäuerliche Landwirtschaft in einem lebendigen ländlichen Raum mit qualitätsorientierten Wertschöpfungsmodellen sein.

Die von der Bundeskanzlerin vorgeschlagene Zukunftskommission für die Landwirtschaft muss dieser Aufgabe auch gerecht werden. Diese muss alle gesellschaftlichen Kräfte einschließlich aller landwirtschaftlichen Verbände und Organisationen sowie Umwelt- und Tierschutzverbände umfassen.

Nur so können wir einen gesellschaftlichen Konsens und einen neuen Gesellschaftsvertrag erreichen, um der Landwirtschaft Planbarkeit für die Zukunft zu geben.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher