Statement vom 13.06.2019

Friedrich Ostendorff zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Töten männlicher Küken

Zum heutigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Töten männlicher Küken erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„Dies ist ein schwarzer Tag für alle, die so lange gegen die grausame Praxis des Kükentötens gekämpft haben. Dass pro Jahr über 40 Millionen gesunde Lebewesen vernichtet werden, weil kein Profit damit zu machen ist, ist unwürdig und unethisch. Das Bundesverwaltungsgericht hat bestätigt, dass die Praxis des Kükentötens dem Tierschutzgesetz widerspricht, räumt der Industrie aber noch eine leider nicht zeitlich begrenzte Übergangsfrist ein. Es ist unsäglich, dass die Hühnerindustrie mit Verweis auf angebliche neue Verfahren ihre grausame Praxis auf unbestimmte Zeit weiter fortsetzt. Bundesministerin Klöckner muss diesem grausamen Treiben jetzt ein sofortiges Ende setzen. Wir müssen endlich aus der industriellen Extremzucht aussteigen, die nur auf ein lukratives Merkmal zielt. Die Zukunft gehört dem Zweinutzungshuhn, bei der Hennen und Hähne gehalten werden. Die bäuerlichen Initiativen, die bereits intensiv an dieser ethischen Art der Zucht arbeiten, brauchen dringend mehr staatliche Unterstützung.“

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