Statement vom 29.08.2019

Friedrich Ostendorff zur heute von Ministerin Klöckner vorgelegten Erntebilanz 2019

Zur heute von Ministerin Klöckner vorgelegten Erntebilanz 2019 erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

„Der Ausnahmezustand wird zum Alltag. Die Bäuerinnen und Bauern wurden in den letzten Jahren extrem stark und wiederkehrend von den Auswirkungen der Klimakrise gebeutelt. Vor einigen Jahrzehnten wäre die heutige Realität als Schwarzmalerei abgetan worden. Bäuerinnen und Bauern sind in ihrer Existenz direkt von der Klimakrise betroffen und sind wichtige Bündnispartner im Kampf für mehr Klimaschutz. Die Böden sind vielerorts nachhaltig ausgetrocknet und der gefallene Regen konnte die Dürre der letzten Jahre nicht annähernd ausgleichen. Wiesen und Weiden sind wertvolle Lebensräume für Insekten und wichtige Futtergrundlage für tierhaltende Betriebe. Durch die Trockenheit haben sich Lücken gebildet und die Erträge sind vielerorts zu niedrig, um die eigenen Tiere zu versorgen. Vor allem die für die Biodiversität so wichtigen Streuobstwiesen mit ihrem langjährigen Obstbaumbestand vertrocknen. Neben kraftvollen Steuerungsmaßnahmen zur Emissionsreduktion brauchen wir innovative Konzepte, um die Extremwetter besser abzufedern. Und wir müssen begreifen, dass der Humusaufbau eine der Kernaufgaben der Bodenbewirtschaftung ist. Ein humoser Boden kann Feuchtigkeit besser halten, CO2 binden und ist bei Starkregen robuster gegen Erosion. Eine Agrarministerin, die Krisen beschönigt und echte Innovationen behindert, ist dabei nicht hilfreich."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher