Statement vom 24.09.2018

Friedrich Ostendorff zur Kritik des Europäischen Rechnungshofs an der EU-Agrarförderung

Zur Kritik des Europäischen Rechnungshofs an der EU-Agrarförderung erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

"Die Rüge des Europäischen Rechnungshofes ist angesichts der dramatischen Situation in der Landwirtschaft mehr als berechtigt und führt uns das Versagen der unionsgeführten Agrarpolitik deutlich vor Augen. Wir brauchen dringend eine soziale und ökologische Kehrtwende. Die europäische Agrarpolitik muss jetzt grüner und gerechter werden. Die teilweise guten Vorschläge von Kommissar Hogan müssen jetzt ambitioniert ausgestaltet und umgesetzt werden.                                             

Wir brauchen eine starke Kappung und Degression der Direktzahlungen, um kleine und mittlere bäuerliche Betriebe besser zu unterstützen. Das von der EU-Kommission neu ins Spiel gebrachte Instrument zur Bewältigung der ökologischen Herausforderungen - die sogenannten eco-schemes - müssen als große Chance gesehen werden und ambitioniert umgesetzt werden. Die Bundesregierung arbeitet an einer Verwässerung. So kommen wir nicht weiter. Wir müssen 30-50 Prozent der Direktzahlungen verpflichtend für eco-schemes einsetzen und Umwelt-, Tier-, Klima- und Naturschutzziele und Kriterien auf europäischer Ebene festschreiben."

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