Statement vom 03.07.2019

Harald Ebner zum Glyphosat-Verbot in Österreich

Zum beschlossenen Glyphosat-Verbot in Österreich erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik:

„Die Erwartung an das, was Angela Merkel im September zum Glyphosat-Ausstieg vorlegen will, ist weiter gestiegen. Die Bundesregierung muss sich ein Beispiel an den konkreten Schritten anderer EU-Staaten - wie auch Frankreich, Luxemburg oder den Niederlanden - zum Glyphosat-Ausstieg nehmen, statt sich weiter in kleinlichem Ressort-Hickhack zu verzetteln, sogar immer noch Glyphosat-Zulassungen zu erteilen und scheinheilig auf die geltende EU-Zulassung zu verweisen, wegen der man angeblich nichts tun könne. Diese Zulassung hat die Bundesregierung selbst erst ermöglicht. Die EU-Kommission hat immer wieder betont, kein Staat sei gezwungen, Glyphosat zuzulassen. Dass Bayer mit Blick auf die österreichische Entscheidung jetzt eine Klage ins Spiel bringt, zeigt einmal mehr, dass der Konzern eben nicht „verstanden“ hat. Von Umsteuern gibt es keine Spur. Das Ende des Glyphosat-Zeitalters ist eingeläutet. Die Bundesregierung darf den Landwirtinnen und Landwirten nicht länger etwas anderes vormachen, sondern muss mit ihnen gemeinsam schleunigst einen Glyphosat-Ausstiegspfad entwickeln.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Harald Ebner

Sprecher für Waldpolitik Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik