Statement vom 12.06.2018

Harald Ebner zur Entscheidung des Bundesgerichtshof Kartellstreit/Holzvermarktung

Zur heutigen Entscheidung des Bundesgerichtshof zum Kartellstreit in der Holzvermarktung erklärt Harald Ebner, Sprecher für Bioökonomiepolitik:

"Es ist gut, dass der Bundesgerichtshof das Bundeskartellamt jetzt in die Schranken gewiesen hat. Damit wird die drohende Zerschlagung bewährter Strukturen bei der Forstbewirtschaftung in mehreren Bundesländern gestoppt, dies ist auch im Interesse vieler waldbesitzender Kommunen und Kleinprivatwaldeigentümer.

Mit seinem Urteil stellt der Bundesgerichtshof auch klar, dass Wald weit mehr ist als ein Rohstofflager für Balken und Bretter. Waldbewirtschaftung dient der Multifunktionalität der Wälder, also auch ihren ökologischen Funktionen. Dafür passen kartellrechtliche Maßstäbe grundsätzlich überhaupt nicht. Ökonomie darf Ökologie nicht dominieren, sondern beides muss Hand in Hand gehen. Es kann nicht sein, dass Wettbewerbsfragen die Erhaltung von Ökosystemen behindern."

 
 

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Harald Ebner
Sprecher für Waldpolitik Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik