Statement vom 05.02.2020

Harald Ebner zur gescheiterten Pestizidreduktion / EU-Rechnungshof

Zur Kritik des Europäischen Rechnungshofs am Scheitern der EU-Kommission bei der Pestizidreduktion erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik:          

"Der Bericht der Rechnungsprüfer spricht eine klare Sprache. Die Pestizid-Politik der EU-Kommission hat auf ganzer Linie versagt. Der Einsatz von Pestiziden auf Europas Äckern sollte eigentlich nur Ausnahme im Notfall sein, ist aber nach wie vor die Regel. Die Ansage der Prüfer ist eindeutig: Die EU-Agrarförderung muss so umgebaut werden, dass Bauern klare finanzielle Anreize haben, weniger Pestizide einzusetzen. Doch davon ist bei der anstehenden Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik so gut wie nichts zu erkennen. Passend dazu erstickte Ursula von der Leyen zarte Hoffnungen im Keim, indem sie bei ihrem grüngetünchten Deal zunächst genannte verbindliche Ziele zur Pestizidreduktion gleich wieder einkassierte. Damit liegt sie ganz auf der Linie ihrer Parteifreundin Julia Klöckner im deutschen Agrarministerium, die allen blumigen Ankündigungen zum Trotz nach wie vor keine einzige handfeste Maßnahme zur Pestizidreduktion vorgelegt hat. Neben finanziellen Anreizen gehört dazu auch die entschlossene Förderung eines giftfreien Pflanzenschutzes, der diesen Namen wirklich verdient, von Anbausystemen bis Züchtung widerstandsfähiger Pflanzen für den Öko-Anbau."          

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Harald Ebner
Sprecher für Waldpolitik Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik