Statement vom 01.08.2019

Ingrid Nestle über die Pläne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Entwicklung eines Wasserstoffkonzeptes

Zur Berichterstattung über die Pläne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Entwicklung eines Wasserstoffkonzeptes erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:

„Weil die Bundesregierung beim Ausbau der Erneuerbaren und Umsetzung von Effizienzmaßnahmen so gebremst hat, setzt sie in ihrem Konzept nun auf sogenannten blauen Wasserstoff, der aus fossilen Energiequellen stammt und zudem zu großen Teilen aus dem Ausland importiert werden muss. Das ist mehr als bedauerlich. Die Bundesregierung verpasst damit die Chance, von Anfang an eine wirklich grüne, klimafreundliche Wasserstoffwirtschaft aufzubauen. Zudem wird die Bundesregierung bezüglich der Importe von Wasserstoff noch einige kritische Fragen zu beantworten haben.

Mit großer Sorge sehen wir, dass die Bundesregierung den Einsatz von hochriskanter CCS-Technologien, bei der CO2 statt vermieden dann eingelagert werden soll, wieder in Erwägung zieht.

Trotzdem ist es gut, dass Minister Altmaier diese wichtigen Zukunftstechnologie in Angriff nimmt, ihre industriepolitische Relevanz betont und sein Haus dazu ein Konzept erarbeiten lässt.

Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie bis zum Herbst mit Blick auf die Nachhaltigkeit nachbessert und überzeugende Antworten zum Aufbau einer wirklich grünen Wasserstoffwirtschaft liefert. Denn Wasserstoff leistet nur dann einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende, wenn der dafür notwendige Strom zu 100% regenerativ erzeugt wird." 

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