Statement vom 04.02.2019

Ingrid Nestle zum Entwurf des Netzentwicklungsplans

Anlässlich der Veröffentlichung des Konsultationsentwurfes durch die Übertragungsnetzbetreiber zum Netzentwicklungsplan 2030 erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:

Vor dem Hintergrund des notwendigen Ausbaus der Erneuerbaren kommt der Bedarf für eine weitere Erdkabel-Trasse nicht überraschend. Jetzt muss die Bundesregierung für die Umsetzung der klimapolitisch notwendigen Stromleitungen sorgen. Dafür muss sie in puncto Transparenz und klarer Ausrichtung auf die Energiewende deutlich besser werden. Nur wenn Bürger Klarheit und echte Einflussmöglichkeiten auf die Ausgestaltung der Trassen vor ihrer Haustür haben, können wir beim Netzausbau Tempo machen. Der Netzausbau muss zudem auf 100 Prozent Ökostrom gerechnet werden.

Zudem erwarten wir von der Bundesregierung, dass sie eine ehrliche Debatte hinsichtlich der Kosten für die Stromnetze führt. Den jährlichen 60 bis 80 Milliarden Euro für den Import fossiler Energieträger stehen einmalig 52 Milliarden für den Transport von Ökostrom gegenüber. Am Ende wird sich der Umstieg auf erneuerbare Energien auch finanziell lohnen. Parallel zum Netzausbau muss Minister Altmaier alle Hebel umlegen, um die Energiewende voranzutreiben, statt die eigene Untätigkeit permanent mit fehlenden Netzkapazitäten zu entschuldigen.

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