Statement vom 10.07.2018

Julia Verlinden zu BDEW-Schätzungen zum Anteil Erneuerbarer an der Stromerzeugung

Zu aktuellen Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), demnach in Deutschland erstmals mehr Strom aus Erneuerbaren als aus Braun- und Steinkohle erzeugt wird, erklärt Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik:

„Die erneuerbaren Energien sind weltweit auf dem Vormarsch und das ist gut so, denn das ist ein ganz entscheidender Beitrag für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Innovation. Durch Erneuerbare und Energiesparen machen wir uns unabhängiger von teuren fossilen Rohstoffimporten. Aber der Ausbau der Erneuerbaren geht in Deutschland nicht schnell genug voran – da sind andere Länder viel weiter: der Ökostrom-Anteil ist in neun EU-Ländern höher als in Deutschland. Die Bundesregierung muss nun endlich einen verlässlichen und ambitionierten Ausbaukorridor für Wind und Sonne beschließen sowie die Bioenergie flexibilisieren.

Hinzu kommt, dass der Anteil der Erneuerbaren in den Sektoren Wärme und Verkehr in Deutschland seit Jahren auf niedrigen Niveau stagniert und damit zu rechnen ist, dass Deutschland sein verbindliches EU-Ziel von 18 Prozent Erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2020 verfehlen wird.“

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